Auf ihrem zweiten Album setzen „Der Singende Tresen” da an, wo die erste CD
„Sperrstundenmusik” endet. Die Kneipe hat sich geleert, die Stühle sind
hochgestellt und in den kalten Rauch hinein ertönen stimmungsvolle Melodien
von vollendeter Melancholie.
Unverwechselbar neben Instrumentierung und Arrangement ist der
„Tresen-Sound” vor allem durch die Frontfrau Manja Präkels.
Ihre Texte beschwören u. a. die Abgründe brandenburgischer Provinzidyllen
inklusive „tief fliegender Störche”, wie auch die spröde Romantik Berliner
Winterabende. Interpretiert werden die Lieder mit erstaunlich wandelbarer
Stimme, die für jede Atmosphäre die richtigen Nuancen findet. Dabei bewegt
sie sich mit der Band von Walzermelodien über Tango bis Rhythm & Blues.
Nicht zuletzt das unbefangene musikalische Herangehen der Musiker
ermöglicht es, die vielschichtigen Dichtungen von Manja Präkels in dieser
stilistischen Bandbreite umzusetzen.
„... Die Berliner Band Der Singende Tresen ... veröffentlichen mit Clowns im Regen ein ungemein stimmungsvolles Album mit 13 starken Liedern für all jene, „die auf den nächsten Regen warten”. ... Mit Gesang, Gitarre, Akkordeon, Kontrabass erzählt Der Singende Tresen Anekdoten, Kurzgeschichten in Liedform und Seemannsgarn – philosophisch gut abgehangen – immer sehr pointiert und pointenreich. ... Die musikalische Ausrichtung – ein unwiderstehliches Gemisch aus Tango, Shantie, Balladen, Chanson, Klezmer, Jazz, Punk – passt hervorragend zu den exquisiten Texten. ... Stimmungsmäßig mag man da natürlich gerne an Tom Waits und Bertolt Brecht/Kurt Weill denken, zu hoffen bleibt in jedem Fall, dass Der Singende Tresen eine möglichst hohe Aufmerksamkeit für ihre „Sperrstundenmusik” erhält. Ein Album mit Langzeitcharakter.” (Manfred Horak, Kulturwoche.at)